Dokumententresore für Jedermann

Beim Stichwort Dokumententresor denkt man zuerst natürlich an den guten alten Stahlschrank, der noch heute vor allem in vielen kleinen Handwerksbetrieben zu finden ist, die von einer Generation zur anderen übergeben worden sind. Der ist in deutlich verbesserter Form und mit höheren Sicherheitsstandard und netterer Optik auch heute noch zu bekommen.

Der Standard EN 1143-1 und EN 1047-1 für den Dokumententresor

Wenn man sich einen Tresor kaufen möchte, dann wird die Resistenz gegen Hitze über den Standard EN 1143-1 definiert. Dafür werden die Tresore in einen Brandofen gegeben und nach einer vorgegebenen Einheitskurve erhitzt. Das dabei verwendete Maximum liegt bei 1.080 Grad Celsius. Die Prüfung erfolgt über einen Zeitraum von einer oder zwei Stunden. Anschließen müssen die Tresore im heißen Zustand noch einen Sturz aus mehr als neun Metern Höhe überstehen, ohne dass sie sich dabei öffnen lassen. Der bestandene Test wird durch eine VDS-Prüfplakette bescheinigt, die auf der Innenseite der Tresortür zu finden ist.

Der Einbruchschutz bei den Tresoren

Für die einbruchshemmende Wirkung von Tresoren werden weitere Tests durchgeführt. Sie werden in der Europanorm EN 14450 geregelt, die die einstige in Deutschland übliche DIN für Sicherheitsschränke und Wertschutzschränke inzwischen abgelöst hat. Die Einhaltung dieser Norm wird ebenfalls mit einem Zertifikat bescheinigt und über eine Prüfplakette am jeweiligen Modell dokumentiert. Auf Zertifikate, die lediglich vom Händler beispielsweise zum gebrauchten Tresor erteilt werden, sollte man sich nicht verlassen. Hier wäre es sinnvoll, den Hersteller anzuschreiben und um weitergehende Informationen zu bitten. Die Prüfbescheinigungen für den Tresor werden spätestens dann auch von den Versicherungen verlangt, wenn man bei ihnen die Regulierung eines Schadensfalls beantragt.

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